Virales Marketing: Acht Tools für relevantere Inhalte

Viral Marketing

Sich im Wettbewerb zu behaupten, ist eine anspruchsvolle Aufgabe – erst recht im Netz. Hier gilt es, zwischen ungezählten Beiträgen Aufmerksamkeit zu generieren. Der absolute, aber seltene Glücksfall ist ein Inhalt, der von selbst Millionen organischer Views generiert. Doch der Social Media-Nutzer ist anspruchsvoll. Vordergründig als Werbung erkennbare Inhalte wird er gerne ignorieren. Es muss etwas Besonderes her, mit dem sich die Internetgemeinde begeistern lässt.

Hier setzt virales Marketing an. Es lebt von Inhalten mit Witz, spektakulären Überraschungseffekten oder einzigartigen Vorteilen. Solcherart Content verbreitet sich rasant. Leider ist dieser Idealfall ziemlich selten, denn virale Inhalte lassen sich nicht einfach nebenbei produzieren. Mit den acht Tools, die wir Ihnen jetzt vorstellen, stehen Ihre Chancen aber deutlich besser, mit ihrer Idee Millionen Menschen zu begeistern.

Was bedeutet virales Marketing?

Konkretisieren wir zunächst den Begriff. Die Gründerszene liefert eine hinreichende Definition für virales Marketing und versteht darunter „Kampagnen, die sich mit exponentieller Geschwindigkeit in der Zielgruppe über verschiedene Social-Media-Kanäle verbreiten“.

Es handelt sich also um Botschaften, häufig eingebettet in User-generated content, die sich von selbst verbreiten, weil sie besonders interessant, kontrovers, lustig, emotional oder anderweitig einzigartig sind. Es funktioniert ähnlich wie ein ansteckender Virus, der von Mensch zu Mensch weitergegeben wird. Ein viraler Effekt entsteht aber nicht einfach so. Es braucht jenes auslösende Moment, das die Menschen mitreißt und sie, um in der Terminologie zu bleiben, infiziert.

Ist eine Kampagne erst einmal vielversprechend angelaufen, hält sich der weitere Investitionsbedarf sehr in Grenzen. Kurz: Diese auch als Guerilla Marketing oder Buzz Marketing bekannte Strategie ist günstig und wirksam, allerdings auch überaus selten und schlecht zu planen.

Viraler Effekt in Social Media

So funktioniert virales Marketing

Die Voraussetzung ist das möglichst emotionale und relevante Thema, das die Menschen begeistern und sie zur Interaktion animieren kann. Eine tolle Idee allein wird aber selten zum Internethit. Gute Planung ist wichtig. Produzieren Sie den Inhalt im idealen Format für die Plattformen, auf denen Sie veröffentlichen möchten. Virales Marketing funktioniert mit vielen Formaten – Bilder, GIFs, Texte, Grafiken – am beliebtesten sind Videos.

Achten Sie bei der Platzierung des Inhalts darauf, die relevanten Keywords einzubetten. Dann veröffentlichen Sie den Inhalt und streuen ihn ins Netz – der Fachbegriff lautet passenderweise „Seeding“ vom englischen Aussäen. Virales Marketing lebt von einem möglichst hohen Verbreitungsgrad. Geht Ihre Botschaft viral, wird sie schnell eine kritische Masse von Menschen erreichen und sich von selbst weiterverbreiten.

Sehen wir uns einmal an, wie andere Unternehmen virales Marketing handhaben.

Virales Marketing: Die besten Beispiele

Lidl vs. Edeka – ein Social Media-Duell mit hohem Unterhaltungswert, dem Lidl mit seinem Clip „Li DL Land“ ein neues, humoristisches Kapitel über die Liebe zwischen Emma aus der Edeka-Dynastie und Lidl-Mitarbeiter Ryan-hold hinzufügte. Das als Remake des oscarprämierten Musicalfilms „La La Land“ angelegte Video spielt clever auf virale Edeka-Werbekampagnen wie „Eatkarus“ an. So nutzen die Macher gleich noch die extrem hohe Bekanntheit der Edeka-Spots und die Beliebtheit des 2016 veröffentlichten Films für die eigene Kampagne. Virales Marketing mit Erfolg: Das Video hatte schon einen Monat nach Veröffentlichung über 1,6 Millionen Views.

Das Umzugsunternehmen Movinga setzt ganz auf User-generated content und nutzt witzige Umzugsfails für virales Marketing. Die gezeigten Spots sind echt, Movinga bedient sich ihrer über ein Lizenzmodell. Aus den Händen gleitende Fernseher und vom Balkon fallende Sofas bescheren dem Berliner Unternehmen über fünf Millionen Zuschauer – wohl auch, weil jeder, der schon einmal umgezogen ist, die Schwierigkeiten kennt.

Dass große Aufmerksamkeit im Netz aber auch nach hinten losgehen kann, zeigt aktuell die Pullover-Affäre der Modekette H&M. Das schwedische Unternehmen veröffentlichte das Foto eines dunkelhäutigen Kindes in einem Pullover mit der Aufschrift „Coolest Monkey in the Jungle“. Die Folgen: Rassismusvorwürfe, fallende Aktienkurse und ein Shitstorm, der sich gewaschen hat.

H&M Kampagne Wie Sie selbst einem Shitstorm vorbeugen, zeigen wir Ihnen hier. Nun aber kommen wir zu den Tools, die Ihre Chancen auf gelungenes virales Marketing verbessern.

Acht Tools für Ihren nächsten Guerilla Marketing Erfolg

Gelungenes virales Marketing geht häufig mit Witz einher, doch es gibt viele Themen, die im Netz für Begeisterung sorgen. Doch welche Inhalte haben das Potenzial für virale Kampagnen? Die acht Tools, die wir nun vorstellen, helfen Ihnen dabei, relevante Themen zu identifizieren.

  1. BuzzFeed: Das Medienunternehmen präsentiert unterhaltsam eine breite Palette an Inhalten für ein jüngeres Publikum: Katzencontent, politische Nachrichten, Quizze, Rezepte, Videos, … Lassen Sie sich inspirieren, vom Inhalt und auch von der Darstellungsform. BuzzFeed ist kostenfrei nutzbar.
  2. 9GAG: Diese Plattform präsentiert kostenfrei beliebte und witzige Bilder, GIFs und Videos, die von den Usern bewertet und geteilt werden: Nützlich, um die neuesten Internet-Memes zu ergründen.
  3. BuzzSumo: Hier können Sie Themen und Keywords in die Suchmaske eingeben und das Tool liefert dazu besonders häufig geteilte Inhalte. BuzzSumo kann auch anzeigen, welche Artikel einer Webseite – zum Beispiel Ihrer eigenen oder die eines Konkurrenten – in den vergangenen Wochen besonders häufig im Netz geteilt worden sind. Der Standard-Account ist kostenfrei, zeigt aber nur die ersten zehn Ergebnisse pro Suche.
  4. Google Trends: Damit lässt sich kostenfrei ergründen, welche Suchbegriffe die Leute wann und wo in welcher Häufigkeit googeln. Daraus lassen sich gut Rückschlüsse ziehen, welche Themen und Schlagworte von hoher Viralität sind.
  5. What´s Trending: Die Plattform bündelt besonders oft geteilte Inhalte aus dem Netz – gut geeignet, um die neuesten Internettrends zu verfolgen und virales Marketing quasi live zu erleben.
  6. Beliebt auf YouTube: Eine weitere Möglichkeit, um zu ergründen, was die Netzgemeinde – hier speziell die der Videoplattform YouTube – gerade treibt, was ihr gefällt, welche Filme beliebt sind. Den kostenlosen Service gibt es für jedes Land, zum Beispiel für Deutschland, die Schweiz und Österreich.
  7. Lumen5: Dieses intelligente Tool, das es auch als kostenfreie Version gibt, übersetzt schnell und einfach vorhandenes Textmaterial in Videoinhalt. So können Sie ohne großen Aufwand marken- und unternehmensrelevante Inhalte als Video zusammenfassen und sowohl in Social Media-Kanälen als auch auf der eigenen Webseite teilen.
  8. Facebook: Als eines der beliebtesten und bekanntesten sozialen Netzwerke ist Facebook immer einen Blick wert, denn hier laufen die meisten viralen Inhalte. Erkunden Sie, was Konkurrenten und andere Seitenbetreiber, die zu Ihnen und Ihrem Produkt passen, auf Facebook tun. Einen Blick wert ist auch, in welcher Form andere Unternehmen auf Facebook werben.

Machen Sie die Welt mit viralem Marketing auf sich aufmerksam

All diese Tools unterstützen Sie dabei, Themen zu finden und Trends zu identifizieren. Lassen Sie sich zu Ihrer ganz eigenen, einzigartigen Idee inspirieren und machen Sie durch virales Marketing im Idealfall die ganze Welt auf sich aufmerksam. Im Übrigen eignen sich Social-Media-Management-Tools hervorragend zum Verteilen aktueller Inhalte. Sie haben jedoch eher zu wenig Zeit im Unternehmensalltag für die Betreuung Ihrer Social-Media-Plattformen? Die webZunder-Redaktion unterstützt Sie gerne bei der Erreichung Ihrer Ziele.

Von |2018-03-09T13:01:20+00:00Februar 21st, 2018|Online Marketing, Tipps & Tricks, trending topics|Kommentare deaktiviert für Virales Marketing: Acht Tools für relevantere Inhalte

Über den Autor:

Ich arbeite als Social-Media-Redakteurin bei webZunder und betreue vor allem die Kundenprojekte. Aktuell bin ich zudem dabei meinen Master im Schwerpunkt Marketing abzuschließen.