Social Media für Franchise-Unternehmen – Worauf Sie als Franchise-Geber achten sollten

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Immer mehr Kunden informieren sich noch vor dem ersten Schritt ins Geschäft online über Unternehmen. Eine Studie von Google zeigt, dass 4 von 5 Konsumenten Suchmaschinen nutzen, um lokale Informationen wie Adressen, Öffnungszeiten oder Bewertungen zu finden. Besonders interessant: 50% der Konsumenten, die mit dem Smartphone nach einem Geschäft suchen, besuchen dieses noch am selben Tag. Sie sehen, es ist unglaublich wichtig, dass nicht nur die großen Unternehmen mit ausgeklügelten Marketingstrategien punkten, sondern auch die Unternehmer vor Ort – Ihre Franchise-Nehmer.

Menschen kaufen am liebsten von Menschen und genau hier kommen die sozialen Netzwerke ins Spiel: Kunden wollen Ihre Filialen ohne großen Aufwand finden und die Betreiber kennenlernen! Umso wichtiger, dass auch Franchise-Nehmer ihre Präsenz in den sozialen Medien ausbauen. Nun könnten Sie als Franchise-Geber sagen “Gut, sollen sie machen”, aber so einfach ist das leider nicht.

Warum der Auftritt Ihrer Partner auch Ihre Sache ist

Teil des Franchise-Konzeptes ist es, in allen Filialen die Corporate Identity und das Corporate Design durchzusetzen – wie sonst sollen Kunden erkennen, dass sie genau hier ihren Lieblingskaffee oder die beste Pizza der Stadt bekommen? Ein einheitliches Erscheinungsbild baut Vertrauen auf. Das beginnt bei der Inneneinrichtung, der Gestaltung der Angebote und sollte sich eben auch in der Online-Präsenz widerspiegeln. Veröffentlicht ein Franchise-Nehmer in Ihrem Namen Inhalte, die zu Wünschen übrig lassen, wirft das schlechtes Licht auf das komplette Unternehmen. Verhindern Sie das, indem Sie Ihre Partner beim Einstieg und im Alltag unterstützen!

Status quo – Franchise-Unternehmen im Social Web

Um herauszufinden, wie Sie Ihre Partner ideal unterstützen können, werfen wir erstmal einen Blick auf die gegenwärtige Situation. Wir von webZunder haben im Rahmen einer Studie Social Media-Auftritte von 67 Franchise-Unternehmen aus verschiedenen Branchen untersucht. Dabei wurden die Auftritte der Zentralen und der Franchise-Nehmer separat voneinander betrachtet. Ziel war es herauszufinden, inwiefern lokale Franchise-Filialen in den sozialen Netzwerken vertreten sind und wie die Auftritte und deren Inhalte hinsichtlich ihrer Qualität bewertet werden können. Nehmen wir die einzelnen Netzwerke einmal genauer unter die Lupe.

 

internet-42583_1280Die eigene Website

Sie ist das Online-Aushängeschild eines Unternehmens und mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Das bestätigt auch unsere Studie: Jede der 67 untersuchten Franchise-Zentralen verfügt über eine eigene Homepage. Und diese können sich sehen lassen – im Schnitt bekamen die Websites hinsichtlich Qualität und Content die Note “gut”.

Anders sieht es leider bei den Franchise-Nehmern aus. Hier konnten wir nur bei 21% der Unternehmen mindestens teilweise lokale Partner mit einer eigenen Webseite finden. Der lokale Webauftritt spielt für die lokale Suchmaschinenoptimierung eine wichtige Rolle. Es benötigt nicht zwangsläufig separate Webseiten für jede Filiale, der zentrale Auftritt muss jedoch technisch sauber aufgesetzt sein, damit der gleiche Effekt für die lokale Suche erzielt wird. Einfache Verzeichnisse der Franchisenehmer auf der zentralen Webseite sind dafür nicht immer ausreichend.

 

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Facebook ist über alle Branchen hinweg DAS soziale Netzwerk. Knapp 80% der Franchise-Zentralen besitzen einen Account. Die Qualität der Aufmachung und die Frequenz der Beiträge überzeugen. Allerdings konnten wir beobachten, dass Facebook häufig als reine Werbeplattform oder Repräsentation nach außen verstanden wird. Um das volle Potential auszuschöpfen, muss mehr auf Interaktion mit dem Kunden gesetzt werden – das ist schließlich worum es bei SOZIALEN Netzwerken geht! 😉

Bei 64% der Unternehmen haben wir auch Franchise-Nehmer mit einer eigenen Seite auf Facebook gefunden – jedoch entsprachen die Auftritte nur bei ca. einem Viertel der Unternehmen dem Corporate Identity der Marke. Von einem geschlossenen Gesamtauftritt lässt sich dann kaum sprechen.Verglichen mit den Beiträgen der Zentralen, fehlt es außerdem an inhaltlicher Abwechslung bei den Inhalten.

 

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Die Microblogging-Plattform wird bisher nur zögerlich genutzt – 45% der Franchise-Zentralen verfügen über ein Profil. Die Qualität der Auftritte ist dabei nur “befriedigend”. Das liegt vor allem an monotonen Beiträgen, bei denen oft Abwechslung fehlt. Dabei sind gerade die Kurzlebigkeit und die Aktualität charakteristisch für Twitter. Es reicht nicht aus, trockene Fakten zu teilen. Ideal ist ein Mix aus Interaktion mit anderen Nutzern, visuellen Inhalten (Bilder und Videos) und guten Beiträgen. Mehr Tipps zum Umgang mit Twitter finden Sie hier.

Unter den Franchise-Nehmern gibt es mit 25% deutlich weniger Twitter-Nutzer. Auffällig ist auch hier die uneinheitliche Gestaltung – lediglich 6% können mit einem einheitlichen Auftritt überzeugen. Auch die Qualität der Auftritte und der Beiträge lässt noch zu Wünschen übrig.

 

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Eine Besonderheit der Plattform ist, dass ein beträchtlicher Anteil der Unternehmen darauf vertreten ist. Bei den Franchise-Zentralen sind es 61%, bei den Franchise-Nehmern sogar 84%! Allerdings handelt es sich bei vielen Einträgen um reine Ortsangaben. Ein möglicher Grund dafür: Ist ein Unternehmen bei Google Maps eingetragen, ist es automatisch auch bei Google+ zu finden. So ist zu erklären, dass wir auf vielen Profilen keinerlei Anzeichen für Interaktionen feststellen konnten.

Wie Sie Ihre Partner ideal unterstützen können

Wie Sie sehen, gibt es beim Thema Social Media sowohl bei den Zentralen, als auch in den einzelnen Filialen Verbesserungspotential. Besonders die fehlende Einheitlichkeit in den Auftritten zeugt davon, dass Franchise-Zentralen kaum Einfluss auf die Online-Auftritte ihrer Partner haben. Dabei haben vor allem Franchise-Nehmer Schwierigkeiten in sozialen Netzwerken zu punkten. Kein Wunder – häufig handelt es sich um kleine Unternehmen. Das bedeutet oft wenig Zeit, fehlendes Know-How und das Fehlen guter Inhalte.

Hier also ein paar Vorschläge, wie Sie Ihre Partner beim Thema Social Media unterstützen:

  • Helfen Sie beim Einstieg in die sozialen Medien – schließlich sind Sie der Profi! 😉 Stellen Sie sicher, dass sich nicht jeder Franchise-Nehmer von neuem mit den einzelnen Netzwerken auseinandersetzen muss. Das ist ein einmaliger Aufwand.
  • Stellen Sie Fachartikel bereit, damit auch Ihre Partner mit einem professionellen und kompetenten Eindruck glänzen können. Die zentral zur Verfügung gestellten Artikel können vom Franchise-Nehmer mit einem persönlichen Kommentar versehen und in seinen Netzwerken verbreitet werden.
  • Stellen Sie hochwertige visuelle Inhalte bereit. Selbst geschossene Schnappschüsse gehören dazu, aber ab und an werden Bilder vom Fotografen oder professionell geschnittene Videos gebraucht. Die sind aber gar nicht so leicht zu bekommen – helfen Sie Ihren Partnern dabei!
  • Richten Sie z.B. einen zentralen Webauftritt ein, der jeweils im Namen des zum Kunden am nächsten gelegenen Partners erscheint. Wir selbst haben solche Lösungen schon für unsere Kunden entwickelt!

Wenn es um Franchise-Nehmer und die Pflege von Online-Auftritten geht, ist vor allem die schnelle und einfache Handhabung ausschlaggebend. Mit webZunder haben Ihre Partner ihren Online-Auftritt im Griff. Sie als Franchise-Geber können Ihren Partnern schnell und einfach professionelle Medien und aktuelle Inhalte über webZunder zur weiteren Verwendung bereitstellen. Ganz nebenbei setzen Sie so auch Ihre Corporate Identity um. Eine weitere Möglichkeit: Entwickeln Sie Kampagnen, bei denen zentrale Themen gesetzt und lokale Präsenzen mit eingebunden werden. Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Sind Sie neugierig geworden?

Von |2017-11-14T23:26:27+00:00Oktober 1st, 2016|Online Marketing, Social Media Beiträge für kleine und mittelständische Unternehmen|Kommentare deaktiviert für Social Media für Franchise-Unternehmen – Worauf Sie als Franchise-Geber achten sollten

Über den Autor:

Nach meinem Studium der Medienforschung/ Medienpraxis an der TU Dresden, unterstützte ich webZunder in den Bereichen Marketing und Social Media. Aktuell bin ich dabei meinen Master abzuschließen.