Die seedyaa Idee

Seedyaa ist ein online Marktplatz der Designer, Bastler und Handwerker mit lokalen Geschäften und Boutiquen zusammenbringt. Das wird übrigens sehr gut in diesen Video erklärt:

Das schöne daran: das Konzept hat Vorteile für beide Seiten – Produzenten und Händler. Natürlich gibt es speziell für kreative Produzenten auch Plattformen für den Online-Handel. Allerdings wird darüber nur ein Teil der möglichen Zielgruppe erreicht.

Große e-Commerce Unternehmen haben das mittlerweile auch erkannt und setzen zunehmend auf eine hybride Strategie aus Online Vertrieb und Filialgeschäft. Gerüchteweise plant selbst Branchenprimus Amazon – zumindest als Test – einen eigenen Laden zu öffnen (Quelle: goodereader).

seedyaa ist übrigens auch ein sehr schönes Beispiel für den online to offline commerce Ansatz. Online werden die notwendigen Backoffice Prozesse abgewickelt. Das eigentliche Geschäft mit dem Kunden findet dann im „echten“ Leben statt.

Vorteile für beide Seiten – Produzent und Händler

Via seedyaa können die Produzenten Ihre individuellen Produkte und Kleinserien nun auch über bereits etablierte Läden an Kunden verkaufen. Gerade bei neuen Marken und Produktideen ist die persönliche Beratung vor Ort ein deutlicher Vorteil.

Sehr praktisch ist auch die einfache Abwicklung “der letzten Meile” zum Kunden. Produkte werden bei seedyaa in Stückzahlen an den Händler versendet, während sich beim Onlinehandel die Logistik immer auf den einzelnen Kunden allein bezieht. Da das Produkt vor Ort vorrätig ist, kann es der Interessent auch direkt für sich bewerten. Damit sind deutlich niedrigere Rückabwicklungen als beim Online und Versandhandel zu erwarten.

Vor einiger Zeit schrieb ich über die Krämerei Meißen. Mich hatte die unglaubliche Auswahl begeistert. Tja und wo kommen heutzutage selbstgemachte Produkte her? seedyaa wird das Zusammenfinden beider Gruppen und die Abwicklung der Geschäfte stark vereinfachen. Gerade für kleine Unternehmen wird es in Zukunft immer wichtiger, sich mit einzigartigen Angebote zu präsentieren. Vielfältigkeit lockt Kunden eher in den Laden als Einheitsware. Das war auch ein Fazit aus unserer Diskussion zum Local Commerce auf dem Barcamp München.

Der Vertrieb kreativer Produkte ist nicht allein auf den Handel beschränkt. Auch Dienstleister ergänzen immer häufiger ihr Angebot durch passende Waren. So verkauft z.B. der Friseursalon auf meiner Straße seit längerer Zeit auch Damenhandtaschen aus einer Kleinserie. Ein anderes Beispiel sind Bistros und Cafés, die gern auch Kunststücke ausstellen und verkaufen.

Marcus Reisiger im Interview

Vor Ort in Hamburg habe ich Marcus noch ein paar Fragen für unser Video Interview gestellt. Wollt Ihr zum Beispiel wissen, was der eigentlich der Name seedyaa bedeutet? Schaut selbst.

„Seedyaa – Gute Geschäfte in jeder Stadt.“ – finden wir Klasse! Seid Ihr selbst Produzenten oder habt einen eigenen Laden? Wie findet Ihr die Idee?

Welche kreativen Produkte und individuelle Läden liebt ihr?

 Dieser Beitrag stammt aus unserem damaligen Projektblog "on2off".