Global Player wie IBM sehen großes Potenzial im lokalen Einzelhandel. Der IT-Riese forscht und entwickelt, um für Kunden und Verkäufer das ultimative Kauferlebnis zu erschaffen. Wie in jedem Jahr veröffentlicht die IBM ihre “5 in 5”. In dieser Serie behandelt das Unternehmen Erfindungen und Forschungsansätze, welche das Leben in den nächsten fünf Jahren verändern sollen. Im letzten Jahr standen die Sinne im Mittelpunkt. 2013 wird der Fokus auf das Lernen gerichtet. Laut IBM kann in Zukunft alles lernen. So auch der lokale Einzelhandel.
Sima Nadler, führende Forscherin für das Thema Einzelhandel bei der IBM, stellt im Zuge dessen folgende These auf: “In den nächsten fünf Jahren werden lokale die online Geschäfte überholen.”

Doch wie kann das möglich sein?

Kleine Einzelhändler fallen den großen Versandplattformen leider immer öfter zum Opfer und schließen aufgrund von fehlenden Einnahmen. Die IBM sieht die Zukunft des Einzelhandels durch den Einsatz von technischen Lösungen gesichert. Zum Beispiel durch tragbare Technologien wie Googles Datenbrille. Durch den Einsatz von “wearable Devices” – also tragbaren Geräten – haben Kunden die Möglichkeit ein komplett neues Kauferlebnis zu erfahren. Die altbekannten Vorteile des lokalen Einzelhandels, Ansehen, Anfassen bzw Anprobieren, bekommen durch diese aufstrebenden Technologien neue Möglichkeiten. Der Kunden kann nicht mehr nur das Fahrrad ansehen und Probe fahren. Er kann im gleichen Augenblick im Internet nach Kundenrezensionen recherchieren und sich eine Meinung über das Produkt machen. Alles zur gleichen Zeit. Das Ganze wird auch durch das stärker werdene ökologische Bewusstsein der Kunden gefördert. Käufer achten mehr und mehr auf ihre eigene CO²-Bilanz und unterstützen regionale Händler. Zudem ist die “Same-Day” Lieferung bzw. Abholung immer noch schneller als der “Overnight”-Versand.

Ein Wandel nicht nur für Käufer

Aber nicht nur für Kunden wird sich der Besuch im Laden um die Ecke ändern. Auch Verkäufer bekommen durch die Forschung und Entwicklung, nicht nur von IBM, in den nächsten Jahren die Unterstützung die sie verdienen. Basierend auf Nutzermeinungen und – Empfehlungen können Händler reagieren und den Kunden da “abholen wo er steht”. Custom Intelligence ist ein Stichwort. Mit Hilfe von gezielten Kundenbefragungen können schneller Schwachstellen sichtbar gemacht und behoben werden. Auf Grundlage der Kundenrezensionen zu einem Produkt können Verkäufer zu noch größeren Experten werden und können ihre Kunden besser beraten. Interessenten können damit stärker an den eigenen Laden gebunden werden und empfehlen diesen mit höherer Wahrscheinlichkeit an ihre Freunde und Bekannten weiter.

Aber wirklich erst in fünf Jahren?

Nicht nur IBM arbeitet am Fortschritt. Auch Google und andere Technologiehersteller wollen im nächsten Jahr mit ihren Produkten an den Markt gehen und unsere Leben mit ihren technischen Helferlein bereichern. Erste Apps und Werkzeuge welche Einzelhändler unterstützen sind schon heute verfügbar. Dienste wie Feedbackstr zur einfachen Kundenbefragung, 10Stamps zur Kundenbindung oder auch Seedyaa zur Sortimentserweiterung mit individuellen Produkten. Diese und kommende Möglichkeiten sollten rechtzeitig genutzt werden um Erfolge bei der Modernisierung des Einzelhandels zu erzielen und die Umsätze wieder zu steigern.

Wir wollen mit webZunder natürlich auch unseren Teil dazu beitragen.
Also – warum sollten lokale Händler in den nächsten fünf Jahren nicht ordentlich zulegen?